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Home | Update | LATEST ISSUE | Gallery | FR Inside | Datafiles | FR 12/75 AAH-ERSTFLÜGEDie Konkurrenzentwürfe im AAH-Programm der US Army haben ihre Erstflüge hinter sich: Am 30. September 1975 startete der Hughes-Prototyp YAH-64 zum Jungfernflug, und nur einen Tag später - am 1. Oktober - folgte Bells YAH-63. Die US Army ist überzeugt, daß ihr AAH-Programm (AAH = Advanced Attack Helicopter = fortgeschrittener Kampfhubschrauber), das im Fiskaljahr 1978/79 zur Beschaffung ansteht, lebenswichtig für die Bekämpfung einer möglichen nichtnuklearen Bedrohung auf dem europäischen Kriegsschauplatz der neunziger Jahre sein könnte. Wir verweisen hier auch auf unsere beiden Berichte "Krieg gegen den Westen" in FR 9/75 und FR 11/75.
Die Fortschritte in der Entwicklung und Erprobung der AAH-Konkurrenzentwürfe Bell YAH-63 und Hughes YAH-64, die bisher erzielt wurden, bestätigen die Army in ihrer Auffassung, ihr zukünftiger Kampfhubschrauber - welches Projekt auch immer aus der Ausschreibung als.Sieger hervorgeht - werde einen eventuellen Panzervorstoß des Warschauer Paktes verzögern oder zum Halten bringen können. Im Rahmen des AAH-Programms ist die US Army auf der Suche nach einer Waffenplattform, die in der Lage sein soll, gegnerische Panzer und eine Reihe anderer Ziele aufzuspüren, zu identifizieren und zu bekämpfen - bei Tag und Nacht und unter Schlechtwetter-Bedingungen. Nach den Vorstellungen der, US Army soll ein derartiges Hubschraubermuster hohe Überlebensfähigkeit aufweisen (was soviel wie starke Panzerung bedeutet), mit TOW-Panzerabwehrlenkwaffen und einer 30 mm-Kanone sowie 2,75 inch-Raketen bestückt sein.
Die Bell Helicopter Company in Fort Worth im US-Bundesstaal Texas, ein Tochterunternehmen der Textron Co., und die Abteilung Hughes Helicopters der Summa Co. in Culver City, California, hatten im Juni 1973 entsprechende AAH-Entwicklungsaufträge erteilt bekommen. Die US Army plant zur Zeit die Beschaffung von insgesamt 472 AAH-Serienhubschraubern. In diesem bedeutenden Army-Beschaffungsprogramm ist mit den Erstflügen der ersten beiden Prototypen ein wichtiger Meilenstein erreicht worden. Bei einem Vergleich der zwei Entwürfe sieht man auf den ersten Blick eines bestätigt: Obwohl beide zweifellos die US Army-Forderungen erfüllen, unterscheiden sie sich doch ganz erheblich voneinander. Zunächst einmal ist der Hughes YAH-64 kleiner und leichter als sein Konkurrenzmuster Bell YAH-63 (wir werden im Detail auf die Auslegungsmerkmale beider Entwürfe in einem umfangreichen technischen Bericht noch zurückkommen). Der Bell YAH-63 weist ferner ein Zweirotor-System auf (mit der Begründung der geringeren Beschuß-Empfindlichkeit), während man bei Hughes ein Vierblatt-System wählte. Bei Hughes hat man den vorderen Sitz für den Copilot/Schützen vorgesehen und den hinteren für den Piloten. Dagegen sitzt im Beil YAH-63 der Pilot im vorderen Sitz. Weiter: Im Hughes YAH-64 befindet sich die 30 mm-Kanone hinter dem stabilisierten Kinnturm; beim Beil YAH-63 liegt sie vorn im Rumpfbug. Und schließlich weist der Hughes-Entwurf ein konventionelles Landewerk mit Hecksporn auf. Im AAH-Beitrag Bells dagegen hat man auf ein Bugrad-Fahrwerk zurückgegriffen. Bell und Hughes werden je 2 Prototypen bauen, die im Mai 1976 in einem Vergleichsfliegen gegeneinander.antreten werden.
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