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Home | Update | LATEST ISSUE | Gallery | FR Inside | Datafiles | FR 1/76 ALPHA JETAnfang 1976 beginnt die Produktion des Alpha-Jet bei den Herstelierfirmen Dassault-Breguet und Dornier. Dieser Termin - wegen behördlicher Verzögerungen um mehr als ein Jahr verspätet - fällt zusammen mit dem Erreichen von 1000 h in der Flugerprobung der vier Prototypen. Erst im März 1975 war die 500. Flugstunde verzeichnet worden. Zunächst aber zum Stand der Bodenversuche. Der statische Bruchzellenversuch läuft seit März 1975 beim Centre des Essais Aeronautique à Toulouse (CEAT), während der dynamische Bruchzellenversuch seit Juli 1975 bei der IABG in München durchgeführt wird. Beide Versuche werden bis Mitte 1976 abgeschlossen sein. Mit Ausnahme des Abwurfes von Doppellasten sind sämtliche Windkanalversuche beendet. Noch nicht beendet sind die elektromagnetischen Verträglichkeitsuntersuchungen an den Prototypen 03 und 04, ein Teil der Vereisungsversuche und evtl. der Vogelschlagversuch (dies hängt davon ab, wie die erforderliche Frontscheibenenteisung technisch gelöst wird). Ebenfalls noch offen sind die Versuche mit dem Mauserkanonenbehälter und gewisse Strukturversuche mit Baugruppen im Hinblick auf die Lebensdauer. Was die Flugversuche betrifft, so wurde ein Durchschnitt von mehr als zehn Flügen pro Monat erzielt. Bezogen auf die einzelnen Prototypen werden z. Z. folgende Versuchsreihen durchgeführt:
Die Ergebnisse der bisherigen Erprobung wertete vor kurzem Regierungsbaudirektor Elmar Göbel vom BMVg folgendermaßen: "Die bisher erzielten Flugleistungen und insbesondere eine der wesentlichen, zu garantierenden Flugleistungen in einer bestimmten Außenlastkontiguration entsprechen bzw. liegen über den vertraglich vereinbarten Werten." Meldung über einsitzigen Alpha Jet dementiert Vor kurzem waren im Ausland Meldungen aufgetaucht, denen zufolge das BMVg an Dornier einen Studienauftrag für eine einsitzige CAS-Version des Alpha Jet erteilt habe. Der Informations- und Pressestab des BMVg dementierte gegenüber Flugrevue+flugwelt diese Information. Auch die Firma Dornier stellte auf Anfrage fest, daß diese Meldung gegenstandslos sei. Allerdings - so Dornier sei die Auslegung dieses Flugzeugs so flexibel, daß man den Alpha-Jet im Rahmen seines Entwicklungspotentials durchaus an zusätzlicheAufgaben"anpassen" könne. Ähnliche Entwicklungen im Ausland führten z. B. in Italien vom Doppelsitzer Aermacchi M.B. 326 zum Einsitzer M.B. 326K, wobei freigewordener Raum für den Einbau zusätzlicher Rumpftanks genutzt wurde. Interessant scheinen in diesem Zusammenhang Überlegungen bei der Luftwaffe, den ECM-Schutz durch Einsatz des Alpha Jet zusammen mit anderen Waffensystemen zu verbessern. Dabei könnte auch durch ECM-Selbstschutzeinrichtungen (Einbau im hinteren Cockpit?) die Überlebensfähigkeit des Alpha Jet über dem Gefechtsfeld weiter verbessert werden. Stand der Triebwerksentwicklung Nach dem vertragsmäßigen Abschluß der ersten Entwicklungsphase des Turbomeca-Snecma Larzac 04 am 31. Mai 1975 wurden sowohl bei den Firmen Snecma, Turbomeca und KHD als auch im französischen Centre d'Essais des Propulseurs weitere Bodenversuche gefahren. Ende September konnten insgesamt 11500 Triebwerksstunden verzeichnet werden, davon 1800 h in den vier Prototypen.
Der erste Produktionsauftrag über 420Triebwerke sollte noch vor Ende 1975 erteilt werden, die entsprechenden Lieferungen beginnen Ende 1977, so daß die planmäßige Auslieferung der ersten Serienflugzeuge an die französische und deutsche Luftwaffe im Sommer 1978 erfolgen kann. Export-Aussichten Nachdem die belgische Regierung schon im Herbst 1973 ihre Absicht für die Beschaffung von 33 Alpha Jet bekanntgegeben hatte, folgte der entsprechende Auftrag des belgischen Verteidigungsministeriums erst im Herbst 1975. Wie bereits berichtet, wurden zunächst 16 Maschinen fest bestellt und auf weitere 17 eine Option erteilt. Seit langem ist das Interesse der Türkei am Alpha-Jet bekannt, und es scheint eine Entscheidung zur Beschaffung kurz bevorzustehen. So berichtete die Turkish Daily Newsam 19.11.1975, daß die Türkei dem Firmenkonsortium Dassault-Breguet und Dornier beitreten will. Der türkische Vorschlag sieht vor, daß nicht nur einige Teile im Lande gebaut, sondern auch die Endmontage der Maschinen in der Türkei durchgeführt werden soll. Mit einer Reihe weiterer Länder laufen intensive Verkaufsverhandlungen. Pl
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