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Home | Update | LATEST ISSUE | Gallery | FR Inside | Datafiles | FR 4/76 WOLF-HIRTH-PREISMit dem Ziel, die Flugtechnik im Leichtflugzeugbau zu fördern, hat die FLUG REVUE den Wolf-Hirth-Preis ins Leben gerufen. Künftig sollen jährlich herausragende technische Leistungen in der Entwicklung von Segelflugzeugen, Motorseglern und Sportflugzeugen mit diesem Preis der FLUG REVUE ausgezeichnet werden. Dem ersten Preisträger, der Akaflieg Stuttgart e. V., wurde der Wolf-Hirth-Preis 1976 am 28. Februar übergeben. Eine der traditionsreichsten und auch bis heute aktivsten Akademischen Fliegergruppen, die Akaflieg Stuttgart e. V., wurde für Ihre Leistung bei Entwicklung, Bau und Erprobung des Teleskopflügelflugzeugs fs-29 mit dem neugeschaffenen, mit DM 5000 dorten Wolf-Hirth-Preis 1976 der FLUG REVUE ausgezeichnet. Der Termin der Übergabe fiel mit der 50-Jahr-Feier der Akaflieg Stuttgart zusammen, die am 28. Februar 1976, dem Geburtstagsdatum Wolf Hirths, im Hotel Stuttgart International abgehalten wurde. In kurzen Vorträgen würdigten die Professoren Dr. R. Eppler und Dr. Müller von der TU Stuttgart die Arbeit der Akaflieg Stuttgart und insbesondere die Pionierleistung, die mit der technisch anspruchsvollen fs-29 erbracht worden ist. Dr. M. Reinhardt, DFVLR, Teamchef der deutschen Segelflug-Nationalmannschaft, ging auf die verschiedenen historischen Perioden und technischen Höhepunkte im Laufe der Geschichte der Akaflieg Stuttgart ein. Im Anschluß daran taufte Frau Clara Hirth, die Witwe Wolf Hirths, die im Festsaal aufgebaute fs-29 auf den Namen "Stadt Stuttgart". Bürgermeister Thieringer übergab dabei ein finanzielles "Patengeschenk" der Stadt. Vor der Übergabe des Wolf-Hirth-Preises zeigte Dir. R. Hoffmann von der Verlagsleitung der FLUG REVUE in einer Ansprache die Beweggründe auf, die zur Stiftung des Wolf-Hirth-Preises geführt hatten: "Wir wollen mit der Stiftung dieses Preises auf herausragende technische Leistungen im Leichtflugzeugbau in Deutschland aufmerksam machen und sie im Rahmen unserer publizistischen Möglichkeiten fördern und würdigen. Wir glauben damit auch an eine Tradition anknüpfen zu können." Herr Hoffmann verwies auf die stimulierende Wirkung, die in früheren Jahrzehnten von technischen Wettbewerben ausgegangen war und stellte fest, daß diese Tradition mit dem Neubeginn der deutschen Luftfahrt in den fünfziger Jahren nicht wieder aufgenommen wurde. Zu diesem Motiv komme außerdem, daß die Vereinigten Motor-Verlage heuer auf 30 Jahre und die in diesem Haus erscheinende FLUG REVUE auf 20 Jahre ihres Bestehens zurückblicken können. Auch diese "Meilensteine" einer erfolgreichen verlegerischen Entwicklung seien Anlaß zu der Überlegung gewesen, daß eine Fachzeitschrift von der Größe und Verbreitung der FLUG REVUE "ihre Aufgabe nicht nur in der Informationsvermittlung und Meinungsbildung sehen sollte, sondern auch in der Förderung der Luftfahrt, soweit dies im Rahmen der verlegerischen Möglichkeiten liegt". Im Zusammenhang mit der Wahl des Namens Wolf Hirth für diesen Preis zitierte Herr Hoffmann aus dem Antwortschreiben Frau Clara Hirths, mit dem sie ihre Zustimmung dazu gegeben hatte: "Ich freue mich natürlich ganz besonders, daß dieser von Ihnen gestiftete Preis den Namen meines Mannes tragen soll. Es lag ihm immer viel daran, daß die Technik und damit auch der Fortschritt gefördert werden soll." Ausschlaggebend für die Wahl der FLUG REVUE, den ersten Wolf-Hirth-Preis an die Akaflieg Stuttgart für die fs-29 zu vergeben, war, wie Herr Hoffmann weiter ausführte, daß es hier erstmals im Segelflugzeugbau gelungen ist, das Prinzip der Spannweitenvariation im Fluge erfolgreich zu verwirklichen". Bei der Wahl der fs-29 stützte sich die FLUG REVUE-Redaktion auf dieBeratung durch Herrn Dipl.Ing. Hans Zacher, Leiter des Instituts für Leichtflugzeuge der DFVLR, und Herrn Walter Stender. In einem kurzen historischen Rückblick wurde in diesem Vortrag eingeflochten, daß es überhaupt erst zwei Flugzeuge mit einem Teleskopflügel gegeben hat: "Der emigrierte Russe lwan Makhonine baute 1931 in Frankreich die MAK-10, ein einsitziges Experimentalflugzeug von 5 t Fluggewicht, das die Außenflügel in den Innenflügel einziehen und somit die Spannweite zwischen 13 m und 21 m variieren konnte. Derselbe Konstrukteur entwickelte nach dem gleichen Prinzip 1947 ein weiteres, größeres Flugzeugvon l0 t Gewicht; die Spannweitenvergrößerung dieser Maschine war so effektiv, daß der Testpilot schon beim ersten Flug den 1800-PS-Motor abstellte und eine Stunde lang segelte!" Nach diesen Ausführungen übergab Herr Hoffmann den Wolf-Hirth-Preis 1976 an Herrn Eberhard Schott, den Projektleiter der fs-29, stellvertretend für seine Arbeiter.
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