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AAH-Ausschreibung: Hughes YAH-64 ausgewählt

Noch im Oktober 1976 entschied sich die US Army im AAH-Programm (Advanced Attack Helicopter) für den YAH-64 der Hughes Helicopter Div., Culver City, California. Gleichzeitig schied somit der Mitbewerber Bell mit seinem YAH-63 aus dem Programm aus. Dieser weitere Verlust bringt Bell erhebliche Schwierigkeiten, da in den letzten fünf Jahren kein einziger neuer Auftrag für ein fortschrittliches Militärprojekt verbucht werden konnte.

YAH-64 im Flug: Raketenabschuss

Der jetzige Kontrakt, der die Weiterführung der Erprobung und die Vorbereitung einer möglichen Produktionsaufnahme beinhaltet, bringt Hughes ein Finanzvolumen von ca. $ 317,7 Mio. Beide Modelle des AAH-Programms durchliefen zunächst ein einjähriges Vergleichsfliegen. Während der jetzt angelaufenen Phase II wird Hughes drei weitere Prototypen bauen, die dann einer zwei Jahre dauernden intensiven Flugerprobung unter Beteiligung sowohl von Hughes als auch der US Army unterzogen werden. Der Fertigungsbeginn der 472 Serienmaschinen, die insgesamt Kosten von etwa $ 1,5 Mrd. verursachen werden, ist für 1980 geplant.

Der Hughes YAH-64 kann mit acht Anti-Panzer-Raketen des Typs Hellfire oder mit anderen Luft-Boden-Flugkörpern bestückt werden. Ferner ist er mit einer XM-230-Chain-Kanone des Kalibers 30 mm bewaffnet, die ebenfalls von Hughes stammt.

Beobachter glauben, daß das AAH-Programm in Verbindung mit
der UTTAS-Ausschreibung (Utility Transportation Aircraft System), bei der Sikorsky und Boeing miteinander konkurrieren, der amerikanischen Hubschrauberindustrie für die nächsten 25 Jahre ein völlig neues Gesicht geben wird.   Norman Lynn


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Last updated 4 April 2002
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