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VFW 614 aus Türkei zurück

In der Woche vom 25.-30. 7. stellte VFW-Fokker seinen Kurzstrecken-Jet VFW 614 in der Türkei vor. Zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft, von Fluggesellschaften und dem Militär nahmen an den Präsentationen und Demonstrationsflügen in Ankara und Istanbul teil.

Vor allem die Fachleute von Turkish Airlines (THY) und Turkish Cyprus Airways zeigten sich von den Flugeigenschaften der 44sitzigen VFW 614 beeindruckt. Wichtige Aspekte sind dabei die schnelle Abfertigungszeit am Boden - die Einpunktbetankung erfordert nur acht Minuten - sowie die Fähigkeit, von kurzen und halbvorbereiteten Pisten zu operieren. Da in der Türkei ein Regionalluftverkehr geplant ist, kommt gerade diesen Vorzügen der VFW 614 besonders große Bedeutung zu.



VFW 614-Lizenzproduktion in Rumänien

Nachdem am 30. März 1977 die Bundesregierung ihrerseits die notwendigen Maßnahmen für die geplante Kooperation zwischen VFW-Fokker und Rumänien verabschiedet hatte, wurde am 2. Juli 1977 in Bukarest zwischen der Grupul Aeronautic Bucuresti und VFW-Fokker der Vertrag zur Gründung einer gemeinsamen Gesellschaft unterschrieben. Vasile Bucur, Generaldirektor der rumänischen Luftfahrtindustrie und Gerrit Klapwijk, Vorsitzender des Vorstandes der Zentralgesellschaft VFW-Fokker mbH, unterzeichneten zusammen mit Alan R. Buley, Vorsitzender der Geschäftsführung der Fokker-VFW International, und Johann Schäffler, Mitglied der Bremer Geschäftsführung von VFW-Fokker, das Vertragswerk in Gegenwart von VizePremierminister Georghe Opera, Vize-Premierminister Jon Patan, verschiedenen anderen Ministern und Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und maßgeblichen Bankenvertretern.

Dieser größte aller bisher zwischen Rumänien und deutschen Firmen geschlossene Vertrag zur Gründung einer gemeinsamen Gesellschaft konzentriert sich zunächst im wesentlichen auf das Programm VFW 614. Im einzelnen sieht der Vertrag vor,
  • daß kurzfristig drei VFW 614 aus der Endmontage-Linie Lemwerder nach Rumänien geliefert werden
  • daß aus der zunächst geplanten Produktion von insgesamt 100 VFW 614RO 50 Maschinen für den rumänischen Endabnehmer und 50 Maschinen für den Export bestimmt sind,
  • daß die westlichen Programm-Partner ihre Bauteile abnehmend bis zur 30. VFW 614RO in die Endmontaelinie nach Rumänien liefern, während parallel dazu die rumänische Luftfahrtindustrie ihre Produktion zunehmend aufbaut, so
  • daß ab der 31. Maschine alle Bauteile aus rumänischer Produktion kommen und bei der gemeinsamen Gesellschaft endmontiert werden.
Der Sitz dieser Gesellschaft, von der die rumänische Seite 55 Prozent und VFW-Fokker 45 Prozent hält und deren Stammkapital DM 20 Mio. sein wird, ist Bukarest. VFW-Fokker verspricht sich von dem Vertrag eine Sogwirkung für den übrigen Markt und erwartet damit einen positiven Einfluß auf die derzeitigen Verhandlungen mit verschiedenen Ländern. Darüber hinaus ist das Unternehmen davon überzeugt, daß der jetzt geschlossene Vertrag erweiterungsfähig ist auf andere technologische Produkte des deutsch-niederländischen Luft- und Raumfahrtkonzerns.

Darauf wiesen auch General Bucur und G. Klapwijk hin, als sie in Bukarest betonten, daß dieser bedeutende Schritt für die Luftfahrtindustrie beider Länder eine positive Langzeitwirkung haben werde. Gleichzeitig sei der Vertrag ein deutlicher Beweis für den Willen aller Partner, die VFW 614 zum Erfolg zu bringen.


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Last updated 10 September 2002
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