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Home | Update | LATEST ISSUE | Gallery | FR Inside | Datafiles | FR 11/77 Operation Hack Fist der RAFG in Norddeutschland HarrierVom 2. - 9. September 1977 hielt die Royal Air Force Germany im Großraum Paderborn ihr diesjähriges Harrier-Manöver ab. Nachfolgend ein kurzer Überblick über die Einsatzmöglichkeiten des Harriers unter kriegsmäßigen Bedingungen.Das Field Exercise Hack Fist fand im Rahmen der alljährlichen NATO-Manöverserie statt, die in diesem Jahr unter der Codebezeichnung Autumn Forge 77 stand. Daran beteiligten sich alle Mitgliedstaaten der NATO, die dem Bündnis Streitkräfte zur Verfügung stellen. Primärer Sinn dieser Manöverserie war der Nachweis der Fähigkeit, Truppen schnell zu verlegen und in Einsatzbereitschaft zu halten. Darüber hinaus sollten alle Möglichkeiten zur Verbesserung der Nachschubsysteme zwischen den nationalen Stellen und denen der NATO-Kommandobehörden erprobt und weiter verbessert werden. Hinzu kommt die dringende Forderung nach einer Vereinheitlichung taktischer Grundsätze und Verfahren. Die Royal Air Force Germany hielt ihr diesjähriges Field Exercise im Großraum Paderborn ab und gab ihm den Namen Hack Fist (HF = Harrier Forces). Organisator dieses einwöchigen Manövers war die in Gütersloh stationierte No. 3 (F) Squadron, die mit VTOL-Flugzeugen des Baumusters Hawker Siddeley Harrier GR Mk. 3 ausgerüstet ist. Dieser Maschine, die als einziger VSTOL-Erdkämpfer der Welt im aktiven Truppendienst steht, dient als Triebwerkanlage ein Schwenkdüsen-Aggregat des Typs Rolls-Royce Pegasus Mk. 103. Es entwickelt eine Schubleistung von 9760kp und ermöglicht dem Harrier eine Höchstgeschwindigkeit von Mach 0.95. Die Kampfmittelzuladung dieses einzigartigen Flugzeugs liegt bei 2270 kg. Das zur Standardausrüstung des Harriers gehörende HUD (Head-up-Display) liefert dem Piloten auf der Frontscheibe wichtige Flugdaten und Angriffsinformationen. Doch zurück zum Einsatzkonzept des Harriers, dessen Entwicklung mit der HS P. 1127 schon in den fünfziger Jahren begann und noch keineswegs beendet zu sein scheint. Das Waffensystem Harrier ist primär für Missionen mit hoher Unterschallgeschwindigkeit ausgelegt. Im Bahnneigungsflug erreicht dieses Flugzeug mit Mach 1.0 sogar Überschallgeschwindigkeit. Anläßlich des Field Exercise Hack Fist bewies der Harrier erneut seine Fähigkeit, nach Anlassen seines Triebwerks innerhalb der nächsten zwei Minuten vom Boden abzuheben. Der Zeitbedarf für einen Rüstsatzwechsel liegt unter einer Stunde und ein Pegasus-Triebwerk läßt sich unter feldmäßigen Bedingungen innerhalb von 4,5 Stunden auswechseln. Die in Widey und Volmeder "stationierten" Harrier - es handelte sich um jeweils sechs Maschinen - gehörten zur No. 3(F) Squadron in RAF Gütersloh. Als Startbahn diente den am Rande von Viehkoppeln abgestellten und hervorragend getarnten Maschinen eine aus Leichtmetall-Profilblechen vorbereitete Start-Landepiste mit einer Länge von nur 750 feet (238 m). Was die Verwundbarkeit einer Harrier-Einheit betrifft, so müßte der Gegner in erster Linie den Hauptstützpunkt, die Feldflugplätze und die vorgeschobenen Landeflächen zerstören - falls er diese überhaupt findet. Er benötigt somit für die Zerschlagung einer kompletten Harrier-Einheit ein weitaus größeres Angriffspotential. Hinzu käme für die ständige Überwachung der verteilten Staffeln ein Höchstmaß an Luftaufklärung, was bei den vielen Möglichkeiten einer natürlichen auch zeitraubend wirkt. Hans Redemann Home | Update | LATEST ISSUE | Gallery | FR Inside | Datafiles | FR 11/77 Copyright 1977/2002 by Motor-Presse Stuttgart. All rights reserved. Last updated 4 November 2002 FLUG REVUE, Ubierstr. 83, 53173 Bonn, Germany |