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Home | Update | LATEST ISSUE | Gallery | FR Inside | Datafiles | FR 12/77 Landschaft aus dem ComputerNeu für Lufthansa-SimulatortrainingSeit Mitte September setzt die Lufthansa als erste Gesellschaft bei der Simulatorschulung das von Redifon entwickelte Daynite-System ein. Bei diesem Verfahren werden die auf dem Projektor vor den Cockpitscheiben sichtbaren Bilder der Landebahn und der sie umgebenden Landschaft nicht mehr durch Farbfernsehkameras von Modellen abgenommen, sondern von einem Rechner produziert. Das System wird bereits seit 1972 verwendet. Es hatte bisher jedoch den Nachteil, daß lediglich Nachtbilder erzeugt werden konnten. Der jetzt eingesetzte "Zweikanal-Tag/Nacht-Bilderzeuger" kann dagegen die gespeicherten Bilder in unterschiedlichen Lichtverhältnissen produzieren. Kernstück der Anlage ist ein Digitalrechner, der aus einem kleinen Allzweckrechner und einem größeren, neuentwickelten Spezialrechner besteht. In einem Halbleiterspeicher dieses Spezialrechners ist die Landschaft in mumerischer Form gespeichert. Mit Hilfe von 3000 Polygonzügen kann der Rechner einen Flughafen mit Start- und Landebahnen, Gebäuden und Umgebung wirklichkeitsnah abbilden. 2000 Lichtquellen für die Landebahnbefeuerung, als Lichter im Flughafengebäude oder in den Häusern der benachbarten Ortschaften verstärken nach den Eindruck einer realistischen Landschaft. Zusätzliche Effekte, wie Wolkenfetzen oder Nebel, sind möglich. Man kann sogar plötzlich ein Feuerwehrauto über die Landebahn fahren lassen und so den Piloten zum "Durchstarten" zwingen. Im Frankfurter Simulator-Zentrum der Lufthansa, in dem z. Z. vier Simulatoren stehen, wurden bisher zwei unterschiedliche Flughafenmodelle eingesetzt: für die Start- und Landesimulation und für Platzrunden. Jedes der beiden Modelle kann aber nur jeweils einem Simulator zugeschaltet werden. Durch das neue zusätzliche Programm wird diesem Handikap abgeholfen. Der Rechner kann zwei weitere Simulatoren versorgen, auch wenn völlig unterschiedliche Programme geflogen werden. Die entsprechenden Daten lassen sich parallel zueinander in den Rechner eingeben, der dann die jeweiligen Bildelemente als Fernsehbild sichtbar werden läßt. Mit Hilfe des Computers lassen sich auch abwechslungsreiche Flughafen-Landschaften - z.B. Anlagen der wichtigsten Flughäfen der Welt - programmieren, während die konventionellen Modelle nicht variabel sind. Mü Home | Update | LATEST ISSUE | Gallery | FR Inside | Datafiles | FR 12/77 Copyright 1977/2002 by Motor-Presse Stuttgart. All rights reserved. Last updated 4 Dezember 2002 FLUG REVUE, Ubierstr. 83, 53173 Bonn, Germany |