|
|
| Home | Update | LATEST ISSUE | Gallery | FR Inside | Datafiles | Links | FR 6/1978 |
|
|
F R 6 - 1 9 7 8 |
QSRA ROLLOUTEin bedeutendes Forschungsgebiet der NASA ist das umweltfreundliche Kurzstreckenflugzeug. Das QSRA (Quiet Short-Haul Research Aircraft = leises Kurzstrecken-Versuchsflugzeug), das am 31. März Rollout hatte, soll neue Erkenntnisse dieser Technologie bringen.Das QSRA-Flugzeug, das als reiner Versuchsträger fungiert, wurde von Boeing im Auftrag der NASA aus einer de Havilland of Canada C-8A Buffalo entwickelt. Die Modifikationen umfassen die neue Tragfläche mit den Triebwerksgehäusen, das Leitwerk und die Instrumentierung. Als Triebwerk findet das YF-102 Verwendung, das ein Nebenstrom-Verhältnis von 6:1 und eine Schubleistung von 3400 kp aufweist. Hauptuntersuchungsbereich des QSRA soll die Möglichkeit der Lärmreduzierung bei Start und bei Landeanflügen sein. Zur Erreichung dieses Zieles greift man in erster Linie auf die Beeinflussung des aerodynamischen Auftriebes zurück. So wurden die Triebwerke über den Tragflächen angeordnet, um - wie auch schon bei der YC-14 - durch Anblasen der Flächenoberseite mit Hilfe des Triebwerks-Strahles den Coanda-Effekt ausnutzen zu können. Ferner wird ein Teil des Bläserstrahls abgezapft und zur Anblasung der fest installierten Vorflügel sowie der Querruder benutzt. So kann ein frühzeitiges Ablösen der Strömung bei hohem Anstellwinkel verhindert werden. Durch diese Maßnahmen wurde es möglich, den Abflugwinkel auf bis zu 18 Grad und den Anflugwinkel auf 10 Grad zu steigern. Daraus resultiert ein Lärmpegel, der im Standardwert von 90 EPNdB nur etwa einen qkm bestreicht. Im Vergleich zu heutigen zweimotorigen Verkehrsjets ist das nach Angaben von Boeing ein so geringer Wert, daß sogar Flugplätze in unmittelbarer Nähe von Wohngebieten angeflogen werden können, ohne daß der Standard-Lärmteppich diese berührt. Die sehr hohen Auftriebswerte führen gleichzeitig zu einer drastischen Verkürzung der benötigten Start- und Landerollstrecke. Die Fluggeschwindigkeit des QSRA ist - da es sich um einen reinen Versuchsträger handelt - auf 343 km/h beschränkt. Die Klappen und Spoiler an den Flächenhinterkanten werden durch ein Fly-by-wire-System angesteuert. Der Einfachheit halber ist das Fahrwerk fest montiert; die Maschine besitzt an den Triebwerken keine Schubumkehranlage. Text: O. Mühling, Fotos: Boeing
|
|
|
|
Home | Update | LATEST ISSUE | Gallery | FR Inside | Datafiles | Links | FR 6/1978
Copyright 1978/2003 by Motor-Presse Stuttgart. All rights reserved. Letzte Änderung: 25 Juni 2003 FLUG REVUE, Ubierstr. 83, 53173 Bonn, Germany |