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US-AUFKLÄRUNGSSATELLITENIhre Aufklärungssatelliten versuchen die USA derzeit in fieberhaften Anstrengungen vor den sowjetischen ASAT-Systemen (ASAT = Anti-Satellit) zu schützen. Die USA untersuchten ein solches ASAT-System erstmals Anfang der sechziger Jahre mit ihrem Projekt Saint. Dieses wurde aber durch den Kongreß gestoppt, der das System für unnötig hielt. Nun versuchen die Amerikaner, den eingebüßten Vorsprung durch kampffähige Raumwaffen wieder wettzumachen. Diese sollen Mitte der achtziger Jahre einsatzbereit sein.Im Oktober 1977 stellte US-Verteidigungsminister Harold Brown fest, dass die UdSSR in der Lage sei, amerikanische Satelliten zu zerstören. Im Februar dieses Jahres teilte er dem Kongreß diese Erkenntnis mit und forderte, daß die USA auf dem Gebiet der Weltraumwaffen mit der UdSSR in einen Wettstreit treten müßten. Der letzte sowjetische Test eines ASAT-Systems fand am 19. Mai dieses Jahres unmittelbar vor der Eröffnung der Helsinki-Gespräche über eine Begrenzung der kommenden Weltraumwaffen zwischen den USA und der UdSSR am 8. Juni statt. Er war der neunte Test seit 1976, als die Sowjetunion nach einer vierjährigen Pause solche Versuche wieder aufnahm. Insgesamt hat die UdSSR bisher 80 hoch manövrierbare ASATs gestartet, die als Satelliten-Killer oder als Ziele dienten. Alle waren erfolgreich. Im Dezember letzten Jahres beispielsweise wurde der Killersatellit Cosmos 970 gestartet und in einen Orbit unmittelbar neben Cosmos 967 gebracht, wo seine Identifizierungs-Geräte getestet wurden. Danach änderte er seine Umlaufbahn von 1089 km auf 1319 km und auch seine Inklination. In sicherer Entfernung von Cosmos 967 wurde er gesprengt. Insgesamt dreimal haben sich sowjetische ASATs bisher amerikanischen Aufklärungssatelliten genähert, um zu demonstrieren, daß sie diese zerstören könnten, wenn die UdSSR es wolle.
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