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VERZÖGERUNGEN IM MRCA/TORNADO-PROGRAMM

Das Bundesverteidigungsministerium hat bestätigt, „daß sich, gemessen an der ursprünglichen Planung“, die Erstauslieferung im Programm MRCA/ Tornado verzögert. Der Zulauf der ersten Serienmaschine war ab Juni 1979 vorgesehen und kann nunmehr erst Ende 1979/Anfang 1980 erwartet werden. „Diese Verzögerung ist fast ausschließlich auf Produktionsschwierigkeiten unseres britischen Partners zurückzuführen.“

Hierzu führt das Verteidigungsministerium in Bonn ergänzend aus, daß die technischen Probleme des Triebswerks den Zulauf nicht verzögern würden. Die weitergeführte Entwicklung „technisch noch unbefriedigender Bauteile“ soll vorwiegend die bisherige Lebensdauer der Triebwerkskomponenten erhöhen. Das Triebwerk hat nach der Darstellung des Parlamentarischen Staatssekretärs von Bülow im Plenum des Deutschen Bundestages in einigen Bereichen die gestellten Erwartungen übertroffen, während es in anderen Bereichen Leistungen erbringt, die um 3 bis 5% noch unterhalb der Erwartungsgrenze bzw. Sollgrenze liegen.

Nach Berichten aus Canberra ist das Australische Verteidigungsministerium am Flugzeug MRCA/Tornado des europäischen Panavia-Konsortiums nicht mehr interessiert. Australien sucht einen Nachfolger der zur Zeit geflogenen Mirage-Flugzeuge. In die engere Wahl werden nunmehr folgende Flugzeugmuster gezogen: aus den USA die Flugzeuge General Dynamics F-16, McDonnell Douglas F-18A und Northrop F-18L und aus Europa die Mirage 2000 von Dassault-Breguet. Neben der MRCA ist auch die F-15 von McDonnell Douglas aus dem Kreis der Bewerber ausgeschieden.
 


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Letzte Änderung: 1. Dezember 2003
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