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F R 5 - 1 9 7 9 |
Beim Erstflug bereits mit Überschall MIRAGE 4000Fast genau ein Jahr nach dem Erstflug der Mirage 2000 startete am 9. März dieses Jahres das zweite Mitglied der neuen Mirage-Generation - die Mirage 4000 - zu ihrem Erstflug. Dabei erreichte sie eine Höhe von ca. 10970 m - und flog Überschall.Das französische Unternehmen Dassault-Breguet, auf dessen Eigeninitiative - unter Beteiligung von SNECMA und diverser Ausrüstungsfirmen - die Mirage 4000 entstand, will damit ein Kampfflugzeug der 20t-Klasse anbieten, das sich auf die schon mit der Mirage 2000 gemachten Erfahrungen stützt und ähnliche Technologien aufweist wie diese (weitgehende Anwendung von Verbundwerkstoffen, Fly-by-wire-Steuerung usw.). Auch beim Triebwerk griff man auf das Aggregat der Mirage 2000 zurück - auf das M53 von SNECMA, das mit Nachverbrennung einen Schub von rund 8500 kp erzeugt. Man legte die 4000 allerdings zweistrahlig aus. Ein weiterer wesentlicher Unterschied zur Mirage 2000 sind die fest installierten Entenflügel (Canards), die für eine wesentliche aerodynamische Beeinflussung der Tragflächen sorgen. Die kleinere Schwester der Mirage 4000 besitzt anstelle der Entenflügel nur schmale Leitflächen an den Lufteinläufen. Hauptaufgabe der Mirage 4000 soll die lnterzeption bzw: die Luftüberlegenheitsjagd sein. Sie ist aber auch für den Tiefflug-Einsatz gegen Bodenziele geeignet. Neben der schon erwähnten elektrischen Steuerung (Fly-by-wire) soll eine hochentwickelte Avionik zur Anwendung kommen. So ist z. B. der Einbau eines Radars mit einem Antennendurchmesser von 90 cm möglich, das mehr als 120 km weit reichen könnte. Die Tragflächen, deren Auslegung ebenfalls auf dem der Mirage 2000 basiert, besitzen automatische Vorflügel, die im Zusammenwirken mit den Canards und den Klappen an den Flügelhinterkanten für erhöhten Auftrieb beim Manövrieren und beim Landeanflug sorgen. Die Cockpit-Verglasung wurde gegenüber der Mirage 2000 so verbessert, daß ein voller 360-Grad-Rundumblick gewährleistet ist. Dassault-Breguet wird die Mirage 4000 zunächst nur für den Export anbieten, da in der gegenwärtigen Planung der französischen Luftstreitkräfte ein solches Flugzeug nicht vorgesehen ist. Die Maschine soll der breiten Öffentlichkeit erstmals beim 33. Pariser Aero Salon im Juni dieses Jahres vorgestellt werden und wird dort voraussichtlich einer der Hauptpunkte sein. Text: Odilo Mühling
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