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ANA-ENTSCHEIDUNG FÜR DIE 767: DIE HINTERGRÜNDEDie Fluggesellschaft All Nippon Airways (ANA) traf Ende September dieses Jahres ihre seit langem erwartete Entscheidung bezüglich der Ablösung der Boeing 727/737-Flotte: Die Wahl fiel auf die Boeing 767. Am 1. Oktober gab der japanische Carrier dann bekannt, daß in einem ersten Vertrag 25 Festbestellungen und 15 Optionen auf dieses Baumuster erteilt werden. Dieser Kontrakt wird Ende Februar nächsten Jahres unterzeichnet.Die Triebwerk-Bestückung des neuen, zweistrahligen Flugzeugs steht zwar noch nicht fest, man erwartet aber bis Ende Januar nächsten Jahres einen Entscheid zwischen dem Pratt & Whitney JT9D-7R4 und dem General Electric CF6-80A. Durch diesen ANA-Beschluß steigt das Auftragsbuch der Boeing 767-200 auf 256 Einheiten, einschließlich 116 Optionen. Wie ANA betonte, seien der niedrige Lärmpegel und der geringe Treibstoff-Verbrauch der 767 Hauptgründe für die Wahl gewesen. Ein weiterer Pluspunkt sei ferner die Fähigkeit der Maschine, von Startbahnen der 1800-m-Klasseaus operieren zu können. Zeitweilig hatte sich ANA auch intensiv mit der Lockheed L-1011-1SF befaßt, einer TriStar-Version für kurze Start- und Landebahnen; man hielt die Short-field-Eigenschaften dieser Version später aber für weniger eindrucksvoll. Der Carrier ist gezwungen, von so kurzen Startbahnen aus zu operieren, um mit dem Airbus A300 mithalten zu können, den in naher Zukunft das Konkurrenz-Unternehmen Toa Domestic erhält. Während des Auswahl-Prozesses, sagte Masamichi Anzei, Präsident von All Nippon Airways, zogen wir auch in Betracht, daß die Beschaffung der 767 das nationale Y-X-767-Koproduktionsprogramm stärkt. Japans Firmen fertigen bei diesem Programm den Rumpf, die Flügelspanten und die Flügel-Rumpf-Verkleidungen für das Boeing-Verkehrsflugzeug. Zu Beginn standen noch neun Kandidaten zur Wahl: die drei Boeing-Projekte 757, 767 und 777, Lockheeds L-1011-1SF zusammen mit ihren Schwester-Versionen -400, -500 und -500SF sowie die A300B2 und die A310 von Airbus Industrie. Im Endstadium kürzte ANA schließlich die Liste auf die Typen Boeing 767-200, Lockheed L-10111-SF, Airbus A300B2 und A 310. Das japanische Ministerium für internationalen Handel und Industrie, das wegen der unausgeglichenen Handelsbilanz sowohl von seiten der EG als auch vonseiten der USA unter starken Druck geriet, lobte ausdrücklich die ANA-Entscheidung, da nach der Wahl eines europäischen Flugzeugs durch Toa nun auch ein Boeing-Typ zum Zuge kam. Die Fluggesellschaft hat mittlerweile auch Verhandlungen mit der Piloten-Gewerkschaft aufgenommen, um die Boeing 767 mit nur zwei Piloten fliegen zu dürfen. E. Sekigawa
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