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F R 5 - 1 9 8 0 |
ERSTFLUG: GROB G-109Grob hat die Nase vorn: Der Motorsegler G-109 steht seit Mitte März 1980 in Flugerprobung und läutet damit eine neue Ära im deutschen Flugsport ein. In den nächsten Monaten folgen die Konkurrenten Valentin Taifun und Hoffmann H-36 Dimona. Wir berichten über erste Erkenntnisse aus den bisherigen Flugversuchen der Grob G-109. Bei der ILA '80 wird die Maschine erstmals vorgestellt und dürfte auf erhebliches Interesse stoßen.Nach dem seit 1975 erfolgreich betriebenen Einstieg in das Segelfluggeschäft schickt sich die Firma Grob-Flugzeugbau im bayerischen Mindelheim nun an, den Motorsegler-Markt zu erobern. Über das Projekt hatten wir bereits in FR 12/79 kurz berichtet. Grob hatte sich vorgenommen, erstmals die im Segelflugzeugbau seit zwei Jahrzehnten mit größtem Erfolg angewandte Glasfaser-Kunststoff-Bauweise nun auch in einem leistungsfähigen zweisitzigen Motorsegler anzuwenden. Die anderen etablierten Hersteller von GFK-Leistungs-Segelflugzeugen hatten diesen Schritt - aus welchen Gründen auch immer - bisher nicht unternommen, obwohl der Markt schon lange darauf wartete. Nun fliegt er also, der erste GFK-Motorsegler-Doppelsitzer. Am 14 März 1980 fand der Erstflug statt, und die bisherigen Ergebnisse scheinen die hochgesteckten Ziele der Grob-Konstrukteure zu bestätigen. Die errechneten Leistungen waren für dieses Flugzeug im Vergleich zu den Werten bisheriger Motorsegler dieser Kategorie sehr hoch angesetzt worden. Die ersten Flüge bestätigen jedoch schon jetzt, daß unsere Leistungsangaben sehr realistisch waren, freut sich Ernst Grob jr., außerordentlich verblüffend, selbst für uns, war die sehr kurze Startrollstrecke, die einsitzig bei 170 m und doppelsitzig mit halber Tankfüllung bei 210 m lag. Auch die Anfangssteigleistung der G-109 ist eher mit den Werten von Motorflugzeugen als mit bisher bekannten Motorseglern vergleichbar. Man hat bei Grob eine Steigrate von 3 m/s ermittelt (Höhenmesser gestoppt). Endgültige Meßergebnisse zur Gleitzahl und Reisegeschwindigkeit wurden nach nicht genannt, da bei den ersten Flügen einige Detailarbeiten wie Anbringen der Radverkleidungen, genaue Einstellung der Luftschraube und auch die Festlegung des Einstellwinkels der Höhenflosse noch nicht ausgeführt waren, Errechnet hatte man eine Gleitzahl von 30 und eine Reisegeschwindigkeit von 200 km/h, zweifellos beachtliche Zielvorgaben, die, wenn sie erreicht werden, dem Motorsegeln neue Impulse verleihen wird. Einen Klappflügel hat man bei Grob bisher nicht vorgesehen (natürlich ist die Maschine aber wie ein Segelflugzeug demontierbar). Mit der relativ geringen Spannweite von 15 m dürfte die G-109 aber bei der Unterstellung keine allzu großen Raumprobleme aufwerfen. Auch auf ein Einziehfahrwerk, wie es Valentin für die Taifun wahlweise anbietet, hat Grob aus Gründen der Robustheit und kostengünstigen Serienproduktion verzichtet. Mit einem Einführungspreis von DM 52000 (plus MWSt.) bietet Grob ein Gerät an, das sicher einen groben Markt finden wird. In einem Testbericht werden wir uns ausführlich mit dieser neuen Maschine beschäftigen. Text: Peter Pletschacher
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